Etwas zum nachdenken

Etwas zum nachdenken

20. Oktober 2018 0 Von admin

Etwas zum nachdenken Soziale Arbeit ist keine Profession

Ich bin zurzeit auf dem Berufskongress für Soziale Arbeit in Berlin (Engagement aus Erkenntnis). Ausrichter ist der DBSH

Ich komme gerade von der Veranstaltung Ohne Wirkungsforschung keine Profession! – Warum das Defizit an fundierter Wirkungsforschung konstitutiv für die mangelnde gesellschaftliche Anerkennung der Sozialen Arbeit als Profession ist und was man dagegen tun kann Referent war Prof. Dr. Robert Lehmann von der technischen Hochschule Nürnberg.

Soziale Arbeit ist keine Profession

War das erste was bei der Präsentation auf den Bildschirm kam.

Nach den berufsoziologischen Kriterien einer Profession sagt Lehmenn, dass die Soziale Arbeit diesen nicht genüge.

  • Die Voraussetzungen für eine Profession sind:
  • Orientierung am Gemeinwohl
  • Eigene Werte und Haltungen
  • Ein Vertrauensverhältnis zum Klienten

 

  • Die Spezifika sind:
    • Fundierung von fachlichem Wissen
    • Monopol auf die Handlungskompetenz
    • Arbeiten als Selbstständiger
    • Eigener gelebter Ethikcodex

 

  • Staatlich eingeräumte Privilegien sind:
    • Innehaben einer selbstverwalteten Standesorganisation (Kammer)
    • Promotionsrecht

 

Als Gründe für das Fehlen der Spezifika seien nach Lehmann die theoretischen Wurzeln zu nennen, Die S. A. wir zu 80 % bei Trägern der freien Wohlfahrtspflege geleistet – diese Träger verkörpern die Soziale Arbeit und das seien häufig Theologen. Die ethischen Grundsätze dieser gäbe es dann „gratis dazu“.

In der Praxis arbeiten 94 % aller S. A. arbeiten in Beschäftigungsverhältnissen, die kontrolliert werden (bei öffentlichen oder freien Trägern), nur 6 % seinen selbstständig.

Das Promotionsrecht ist der Ausweis einer vollwertigen Wissenschaft und ein Promotionsrecht gibt es bisher nur in Hessen.

Der Auftrag einer Wissenschaft sei es „Wissen zu liefern, das in der Praxis hilft“ – Handlungswissen – und das gäbe nur marginal.

Als guten Weg denkt Lehmann sei, die quantitative und qualitative Wirkungsforschung. Und dieses Wissen solle dann nicht an der Hochschule bleiben, sondern allen zugänglich gemacht werden.

Zusammengefasst nehme ich aus dieser Veranstaltung mit, dass wir unser Handeln evaluieren sollten – Forschung ist nicht nur für Master wichtig, die Ergebnisse sollten publiziert werden, damit andere sozial Arbeitende daran teilhaben können und Nutzen ziehen. Ich werde mir auf jeden Fall die Seite mit den Schlüsselsituationen anschauen.